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Schwerpunkt: Psychologische Beratung und Coaching
Schwerpunkt: Psychologische Diagnostik bei Kindern und Jugendlichen

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Schwerpunkt: Psychologische Diagnostik bei Kindern und Jugendlichen


Nicht zuletzt durch unsere jahrzehntelange Erfahrung im Bereich der empirischen Bildungsforschung, der Begleitung, Planung, Durchführung und Evaluation von Modellversuchen im Bildungswesen sowie im Bereich des Lehrens und Lernens möchten wir einige Positionen formulieren, die uns wichtig sind. Und wir wenden uns damit an Sie, die Eltern und Erziehungsberechtigten.


In unserer mittlerweile „kompetenzorientierten“ Gesellschaft existiert ein Leistungsdruck, der vom Einzelnen viel abverlangt. Dieser kulminiert unter Umständen in körperlichen und psychischen Folgeerscheinungen [1] wie z.B. dem Phänomen des Ausgebranntseins (Burnout). Dies gilt für Erwachsene, die sich – um im Beruflichen bestehen zu können – im Sinne des lebenslangen Lernens selbstgesteuert, möglichst 100% motiviert und aktiv in den persönlichen Fort- und Weiterbildungsprozess einbringen sollen. Diesem Erwartungsdruck kann nicht immer entsprochen werden, und bei Nicht-Erfüllung darf und muss dieser Anspruch in Frage gestellt werden, damit daraus nicht ein Gefühl von Überforderung oder persönlichem Versagen entsteht: Sie als Erwachsene haben die Wahl, sich diesen Erfolgs-Erwartungen auszusetzen und entscheiden letzten Endes selbst darüber, ob Sie nach diesen Regeln „mitspielen“ möchten – oder ob Sie sich ihre eigenen Ziele setzen und in ihrem eigenen Rhythmus an deren Verwirklichung arbeiten.


Anders sieht die Situation dagegen für Ihre Kinder aus. Auch hier zielen die Veränderungen, die sich im Bildungssystem innerhalb der letzten 20 Jahre vollzogen haben, auf die Kompetenzentwicklung und eine möglichst frühzeitige Grundlegung der hierfür notwendigen Fertigkeiten und Fähigkeiten. Es stehen nach Meinung der Fachwissenschaftler Theorien und deren praktische Umsetzungen zur Verfügung, durch die eine frühe Förderung schon der Kleinsten gelingen soll.

Zugleich zeigen Ergebnisse von nationalen oder internationalen Studien wie PISA, VERA und TIMSS gerade für die Bundesrepublik Deutschland eine Abhängigkeit der Schulleistungen der Kinder vom sozioökonomischen Status der Eltern. Die Schule als intermittierender „Faktor“ scheint es nicht bewerkstelligen zu können, hier eine größere als die zu erwartende Heterogenität im Hinblick auf die Schulleistungen zu vermeiden. Dies deutet nicht nur darauf hin, dass Lehrkräfte besser gerüstet sein sollten, den gestellten Anforderungen zu entsprechen, sondern übergibt die Verantwortung an die Eltern.
Viele – gerade finanziell besser gestellte Eltern – können zusätzliche Bildungs-Dienstleistungen für ihre Kinder buchen – der Markt gerade für Nachhilfeunternehmen boomt wie nie zuvor.


Auf der anderen Seite werden weitaus mehr Kinder bereits in der Grundschule als „auffällig“ identifiziert: Weil sie generell oder in bestimmten schulischen Teilbereichen nicht mit dem erwarteten Tempo der anderen mithalten können, weil sie mit ihrem Verhalten nicht in die Schablone dessen passen, was im Unterricht an Spielraum gegeben ist, um auf das einzelne Kind und seine Bedürfnisse einzugehen sowie es adäquat zu fördern.

Im Gegensatz zu Ihnen als Erwachsene haben Kinder jedoch eine weitaus geringere Entscheidungsmöglichkeit und können sich nicht– bzw. nicht aus bewusster Entscheidung – von diesem durch Erfolgs- und Kompetenzdruck geprägten System befreien. Die oben erwähnten „Auffälligkeiten“ sind nicht selten die einzige Möglichkeit eines Kindes, auf sich aufmerksam zu machen. Es signalisiert damit, dass die Anforderungen an es und seine Möglichkeiten, diesen zu entsprechen, nicht zueinander passen. Ein entwicklungspsychologisch fundierter und durchschnittlich erwartbarer Entwicklungsstand eines Kindes ergibt sich als Ableitung aus Ergebnissen, die eine weite Spanne unterschiedlicher Entwicklungsstände umfassen. Und die Normalverteilung von Leistungen sollte nicht das alleinige Kriterium sein, anhand der Sie oder Andere ihr Kind (oder sich selbst) beurteilen.

Leider beobachten wir, dass Eltern sich zunehmend den Stempel des Erfolgs aufdrücken lassen und die Messlatte nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihre Kinder sehr hoch legen. Sicher agieren Eltern aus der Verantwortung für das spätere „gute“ Leben ihres Kindes und wollen, dass die richtigen (schulischen) Weichen gestellt werden, damit die Chancen des Sprösslings auf dem Lebensweg möglichst positiv sind. Leider unterwerfen sich Eltern damit auch dem Trend, nach dem eben dieser individuelle Vorsprung umso deutlicher ausfällt, je früher und je mehr Angebote dem Kind zugeführt werden. Wann ist ein Kind begabt – oder gehen Sie als Eltern davon aus, dass Sie es in der Hand haben, Ihr Kind „zu begaben“? Eine Überforderung und „Fremdsteuerung“ des Kindes ist manchmal das Resultat solcher gut gemeinten Hilfestellungen.


In Rheinland-Pfalz entscheidet seit Beginn der 90er Jahre der Elternwille darüber, in welche Schulart das Kind nach der Grundschule einmündet. Dies hat einige Folgen nach sich gezogen, auf der Ebene des Systems – aber – und weitaus bedeutsamer – auf der Seite der Familien. Der Besuch eines Gymnasiums oder einer IGS z.B. wurde und wird häufig als einzig möglicher Weg gesehen, um dem Kind den Weg zu bahnen und die besten Ausgangsbedingungen für eine berufliche Karriere zu schaffen. Die Rückläuferquoten nach der Orientierungsstufe oder die Wiederholerquoten an den Gymnasien in den höheren Klassenstufen (7 und 8) sprechen jedoch eine andere Sprache. Kinder, welche die Erfahrung eines „leistungsbedingten“ Schulwechsels machen, brauchen Unterstützung und Verständnis und tragen vor allem sehr wahrscheinlich den geringsten Teil einer wie auch immer gearteten Schuld.
Seien Sie als Eltern ruhig selbstkritisch und stellen sich die folgenden Fragen:

  • In wie weit lasse ich mich von dem „Befähigungsglauben“ leiten?
  • Wie treffe ich bzw. wie treffen wir als Eltern die Entscheidungen, welche Angebote wir unserem Kind/unseren Kindern zukommen lassen? Für welche Schulart entscheiden wir uns – und auf Grund welcher Überlegungen?
  • Was bedeutet der Erfolg meines Kindes für mich/uns selbst?
  • In wie weit definiere ich mich / wir uns über den Erfolg unseres Kindes / unserer Kinder?
  • Wie unterstütze ich das Kind? Wie kann ich dies leisten? Welche Angebote/Methoden passen zu meinem Kind?
  • Was gibt mir/uns die Sicherheit, dass meine/unsere Art der Unterstützung die richtige ist?
  • Bin ich bereit, die Verantwortung für das Kind so zu übernehmen, dass es die bestmöglichen Chancen hat, sich gemäß seiner individuellen Voraussetzungen zu entwickeln?

Die Angebote, die wir für Eltern und ihre Kinder in unserem Portfolio zur Verfügung stellen, richten sich auf den ersten Blick an die Gruppe derjenigen, die aus welchem Grund auch immer nicht den gleichen Takt wie z.B. die anderen (durchschnittlichen?) Lerner haben.
Sie wollen unsere Diagnostik und die Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen, weil Sie sich davon eine Veränderung versprechen.
Dieser Wunsch nach Veränderung darf nicht allein auf Ihr Kind begrenzt sein, sondern schließt Sie als Eltern/Erziehungsberechtigte und als System Familie mit ein. Diesen Auftrag nehmen wir gerne an.



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