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ADHS bei Erwachsenen

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Schwerpunkt: Psychologische Beratung und Coaching
ADHS bei Erwachsenen


Diagnostik und Therapie bei ADHS im Erwachsenenalter© [1]


Die Problematik AD(H)S - Aufmerksamkeit-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom - betrifft nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene.

Man geht davon aus, dass der ADHS eine genetische Disposition zugrunde liegt, die in Wechselwirkung mit Umwelteinflüssen, wie z.B. psychosozialen Faktoren (vgl. Safren, Perlmann, Sprich & Otto 2008, S. 7,) zum Tragen kommt. Neuroanatomische und neuropsychologische Erklärungsansätze gehen von Funktionsstörungen in verschiedenen, netzhaft verbundenen Gehirnregionen aus, die sich in unterschiedlichen Subtypen von AD(H)S äußern. Die Annahme sowie die Spezifikation von Subtypen stellt zurzeit jedoch eher noch eine Modellvorstellung dar, die wissenschaftlich plausibel, aber noch nicht schlüssig belegt ist.

Zur gezielten Abklärung bedarf es einer umfassenden diagnostischen Untersuchung und in der Folge einer individuell abgestimmten Therapie.

ADHS: eine Störung exekutiver Funktionen

Um ADHS zu diagnostizieren, ist neben einer Abklärung der Seh- und Hörfunktion eine differenzierte Untersuchung folgender Bereiche notwendig:

  • Selektive und geteilte Aufmerksamkeit,

  • Aufmerksamkeitsfokus und Daueraufmerksamkeit,

  • Impulskontrolle,

  • Arbeitsgedächtnis.

Zusätzlich sind Erhebungen zur Entwicklung des Betroffenen notwendig.

Von ADHS betroffene Erwachsene verfügen über eine Reihe von dysfunktionalen Kompensationsmechanismen, die in der Diagnostik und Therapie auf besondere Art und Weise angegangen werden müssen. Mit einer Prävalenzrate von 3,4 – 4,4% (unter Zugrundelegung der Kriterien des DSM-IV[2]) stellen Erwachsene mit AD(H)S eine Gruppe von Menschen dar, die unter z.T. erheblichen Problemen im Arbeits- und Berufsleben sowie im Hinblick auf ihre sozialen Kontakte leiden.

Zur Diagnostik kommen Verfahren in Frage, die an Konzepten der Neuropsychologischen Diagnostik orientiert und für die entsprechende Altersgruppe gültig sind.

 Therapie

Die Therapie erfolgt auf der Grundlage der kognitiven Verhaltenstherapie. Ausgehend von einem Modell der Funktionsstörung AD(H)S im Erwachsenenalter wurde Ende der 90er Jahre in den USA an der Harvard Medical School ein Konzept zur Therapie entwickelt[3]. Dieses Therapieprogramm wurde ins Deutsche übertragen und an verschiedenen Stellen ergänzt[4].

Es umfasst insgesamt fünf Module, die sich den spezifisch, für ADHS im Erwachsenenalter auftretenden Symptombereichen, zuwenden:

  1. Alltagsorganisation,

  2. Ablenkbarkeit und Aufmerksamkeitskontrolle,

  3. Dysfunktionale kognitive Schemata – automatisierte Gedanken,

  4. Intensive Gefühle der Ärger/Wut – emotionale Verletzbarkeit,

  5. Vermeidungsverhalten.

Es ist vorauszuschicken, dass das in den USA entwickelte Programm vor allem bei solchen Patientinnen und Patienten fruchtete, die parallel medikamentös behandelt wurden. Hier zeigten sich hinsichtlich des Therapieerfolgs die größten Effekte. Bei Patientinnen und Patienten ohne eine parallele medikamentöse Behandlung kann die Durchführung des Programms durch die der ADHS eigenen Symptome erschwert sein.

Erwachsene, die ein kognitiv-verhaltenstherapeutisches Vorgehen zur Verbesserung ihres Status in Betracht ziehen, sollten daher – sofern dies nicht schon geschehen ist – zusätzlich eine medikamentöse Behandlung zumindest in Betracht gezogen haben. Eine medikamentöse „Begleitung“ der Therapie erscheint aber nur dann angebracht, wenn ein erheblicher Schwergrad der Erkrankung an ADHS gegeben ist. Der geordnete Verzicht auf Medikamente entspricht dem Verzicht auf eine Krücke, wenn nach einer Übergangszeit, das Laufen wiedererlernt werden soll.



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[1] © by Prof. Dr. Reinhold S. Jäger und Dr. Doris Jäger-Flor, INCENT4U, Hochstadter Str. 12, 76829 Essingen

[2] DSM bzw. DSM-IV-TR = Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (2003). 2013 wird das DSM-V aufgelegt.

[3] Biederman, Wilens & Spencer (1998).

[4] Sobanski, Schumacher-Stiem & Alm (2008).


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